Progressive Muskelentspannung

Die Kunst im Alltag zu entspannen
Viele Menschen klagen heute immer häufiger über Schmerz, Stress und mangelndes inneres Gleichgewicht. Dabei ist klar: Wer entspannt durchs Leben geht, hat es leichter. Entspannte Menschen sind gesünder, gelassener, agiler und empfinden mehr Lebensfreude.

Progressive Muskelentspannung PME
Eine sehr wirkungsvolle Methode zur Entspannung ist die von dem Arzt Edmund Jacobson entwickelte Progressive Muskelentspannung, die sich auch in alltäglichen stressigen Situationen anwenden lässt. Das Prinzip ist sehr einfach erlernbar und eignet sich fast für jeden. Sogar kleinere Kinder ab vier Jahre lassen sich von dieser Methode begeistern.

Holland_BankBei der Progressiven – also fortschreitenden – Muskelentspannung werden gezielt 17 Muskelgruppen über den gesamten Körper systematisch nacheinander für einen kurzen Moment angespannt und wieder entspannt. Man beginnt mit Händen und Armen und schreitet dann langsam über Gesicht, Nacken und Schulten durch den gesamten Körper fort, bis hin zu Beinen und Füssen. Je nach Empfinden kann man dabei liegen, sitzen oder stehen.

Durch das abwechselnde An- und Entspannen kommt es innerhalb kurzer Zeit zu einem Entspannungseffekt. Beim Anspannen der einzelnen Muskeln wird Blut in die Gefässe gepumpt. Lässt man die Muskeln wieder locker, kommt es zu einer Erweiterung der Gefässe und diese füllen sich dann mit mehr Blut. Dadurch entsteht ein Gefühl der Wärme und Schwere – ein angenehmer Entspannungszustand.

Ein wichtiges Element jedes Übungsschrittes ist die bewusste Wahrnehmung aller Körperempfindungen, die durch Kontraktion und Lösung entstehen. Durch dieses intensive Hineinspüren in die Muskulatur entwickelt man ein neues Körperbewusstsein. So lernt man nach und nach Anspannungen schon in der Entstehungsphase wahrzunehmen und ihnen dann aktiv durch PME entgegenzuwirken.

Mit der PME arbeitet man primär auf der körperlichen Ebene, und doch hat dies eine positive Wirkung auf die Psyche. Dadurch lässt sich eine Vielzahl von Beschwerden positiv beeinflussen, u. a. Kopfschmerz, Bluthochdruck, Stress, Hyperaktivität, Schlaf- und Konzentrationsstörungen oder Ängste.